Über uns

Wer sind wir?

VERKEHRT! ist eine Kampagne, welche sich gegen die geplanten Verschärfungen des Sozialhilfegesetzes im Kanton Bern wehrt. Die Kampagne wird von Fachpersonen der Sozialen Arbeit, Armutsbetroffenen und sich Solidarisierenden aus dem Kanton Bern getragen und wurde von der Kriso Bern, Avenir Social Bern und dem Kabba initiiert. Verkehrt ist eine Kampagne unterstützt durch AvenirSocial.

Was wollen wir?

Unser Ziel ist es, die kantonale Abstimmung vom 19. Mai 2019 mit einem Nein zur Revision des Sozialhilfegesetzes und einem Ja zum Volksvorschlag für eine wirksame Sozialhilfe zu gewinnen. Wir wollen möglichst viele Armutsbetroffene, Sozialarbeitende und Menschen, welche die Sparpolitik in der Sozialhilfe als verkehrt erachten, gemeinsam zum Mitmachen gewinnen. Wir wollen eine Debatte darüber lancieren, wie Armut und Ungleichheit gesellschaftlich produziert und welche Antworten darauf gegeben werden. Wenn bei den Ärmsten gespart wird und gleichzeitig Steuergeschenke für Unternehmen gemacht werden sollen, läuft etwas verkehrt! Wir setzen uns ein für Armutsbekämpfung statt Armenbekämpfung. Setzen wir am 19. Mai 2019 ein Zeichen gegen diese menschenunwürdigen Veränderungen im Kanton Bern: Nein zu den Kürzungen! Ja zum Volksvorschlag!

Was bisher geschah?

Verkehrt wurde im Herbst 2016 aufgrund der von der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF) angekündigten  Sparmassnahmen in der Sozialhilfe gegründet. Am 6. Juni 2017 organisierten wir eine grosse Kundgebung auf dem Rathausplatz in Bern, wobei der Fokus insbesondere auf die Mobilisierung von Sozialarbeitenden gelegt wurde. Im Dezember 2017 und März 2018 beteiligten wir uns an den Demonstrationen des Kollektivs „Sozialer Kahlschlag stoppen“. Es folgte die Unterschriftensammlung gegen die SHG-Revision und für den Volksvorschlag „Wirksame Sozialhilfe“. Noch vor Ablauf der Sammelfrist konnten 16’046 Unterschriften gesammelt und eingereicht werden. Am 19. Mai 2019 steht die für den Kanton Bern einschneidende und die ganze Schweiz richtungsweisende Abstimmung bevor.

Was läuft verkehrt?

Die reichsten 10 Prozent der Schweizer Bevölkerung besitzen 85 Prozent des Gesamtvermögens. Obwohl im Kanton Bern die Sozialhilfegelder bereits unter den national als verbindlich anerkannten SKOS-Richtlinien liegen, soll bei den ärmsten 3.2 Prozent der Bevölkerung gespart werden. Das Geld ist vorhanden, es ist nur nicht gerecht verteilt. Letztendlich stellt sich die Frage, ob wir vor den Ängsten vor Standortkonkurrenz und Steuerwettbewerb kapitulieren oder ob wir trotz Systemzwängen für eine solidarische Gesellschaft einstehen wollen. Wir sind der Meinung, der Wohlstand einer Gesellschaft misst sich am Wohl der Schwächsten. Oder wie Mani Matter es ausgedrückt hat: „Dene wos guet geit giengs besser, giengs dene besser, wos weniger guet geit.“

Folgendes Video veranschaulicht auf beeindruckende und kreative Weise, was beim Thema Sozialhilfe alles verkehrt läuft: