Ja, da läuft einiges VERKEHRT!

Ich wehre mich gegen Kürzungen in der Sozialhilfe, weil…

 

…weil einmal mehr zu Gunsten der Unternehmen (Steuersenkung) auf Kosten der Schwächsten (Sozialhilfekürzung) gespart wird. Verkehrt!

Anna Bouwmeester
Sozialarbeiterin
Bern

… Armut zu Stigmatisierung und Isolation führen kann.
… Armut somatische und psychische Erkrankungen begünstigt.
… Armut der menschlichen Würde und dem Selbstvertrauen irreparaple Schäden zufügt.
… Armut der Verwahrlosung und Verelendung Vorschub leistet.
Und weil ich als Sozialarbeiterin schlicht keinen Bock darauf habe, den von den PolitikerInnen verursachten Scherbenhaufen zusammenzukehren, sozial und finanziell schwache Menschen an der noch kürzeren Leine zu führen und schliesslich mittels diverser Zückerchen zum Erhalt des sozialen Friedens im Land beizutragen.
Bedingungsloses Grundeinkommen für alle!

Ingrid Kempf
Sozialarbeiterin FH / Pflegefachfrau HF
Bern

Kinder von Sozialhilfeempfängern werden ihrer sozialen Teilhabe beraubt! Ihre Eltern können sich die Freizeitaktivitäten nicht leisten und fast alle Kantone erübrigen dafür keine Gelder und beschweren sich gleichzeitig über schlecht gelingende Integration!

Dominique Plattner
Sozialarbeiterin i.A. FH
Olten

Kürzungen sind unmenschlich und deplaziert.
Menschen am Existenzminimum brauchen jegliche finanzielle Unterstützung ohne wenn und aber.

Sandra Hänggi
Büroangestellte
Interlaken

… soziale Gerechtigkeit die Basis für eine funktionierende Gesellschaft ist.

David Stampfli
Grossrat
Bern

das Sparen die wirklichen Probleme nicht löst und letztendlich der ganzen Gesellschaft schadet! Es steht nicht ohne Grund bereits in unserer Bundesverfassung, dass sich die Stärke des Volkes am Wohl der Schwächsten misst! Oder wie Gustav Heinemann sagt: Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten ihrer Glieder verfährt.

Stefanie Jäggi
Sozialarbeiterin
Thun

der Glaubenssatz „Wenn man nur will, findet jeder eine Arbeit, die einem ein gutes Leben ermöglicht“ eben nur eine Aberglaube ist. Wer diesen Winter mit einer starken Grippe im Bett gelegen, die Decke auf den Kopf gefallen ist und und nur eines wollte; nämlich wieder zu gesunden und zu arbeiten aber das mit Fieber, Gliederschmerzen, Hustenanfällen und tränenden Augen einfach nicht ging, weiss das. Wenn bei Krankheitsausfall der Lohn um 10% gekürzt würde, würde man auch nicht schneller gesünder obwohl man das so fest will! Wer also glaubt eine Kürzung bei der Sozialhilfe schafft grössere Anreize sich von dieser ablösen zu wollen glaubt nur und weiss nichts!-Zudem ist das Wollen ohnehin schon vorhanden.

Melanie Bruderer
Sozialarbeiterin
Bern

Wo bleibt die Würde? Sie bleibt im Konjunktiv ll – „Ich würde mir gerne mehr Zeit für Sie nehmen, aber…“

Anita Della Torre
Sozialarbeiterin
Oberaargau

…weil es reicht, dass in einem Land, welches eines der besten Wirtschaftsstandorte weltweit ist und welches das Wohl des Starken am Wohl des Schwachen messen will, immer wieder und je länger je mehr Grund- und Menschenrechte missachtet werden und es so Menschen, die Anspruch haben auf Existenzsicherung, verunmöglicht wird, ein Leben in Würde zu führen.
..weil ich in einer Welt leben will, wo ein Miteinander in Grosszügigkeit, Respekt und Wohlwollen die Grundlage sind und nicht der Markt und der Nutzen regieren.

Gabriela Weger
Sozialarbeiterin
Langnau i.E./Brig

… es längerfristig lediglich eine Kostenverschiebung bedeutet. Kürzungen in der Sozialhilfe sind also weder sinnvoll noch logisch.

Sarah
Sozialarbeiterin
Bern

..diese Umverteilung von Arm zu Reich auf keine Art und Weise gerecht ist! Es ist nicht richtig, die bereits Benachteiligten weiter zu benachteiligen. Punkt. Um dies einzusehen, sind auch keine Berechnungen nach wirtschaftlichen Kriterien, sozialarbeiterisch-professionellen Argumente oder rationalen, konstruktiven Lösungsvorschläge nötig.

Matthias Zaugg
Soziokultureller Animator
Bern

Kürzungen in der Sozialhilfe tragen nur dazu bei, Menschen, die sich in einer Notlage befinden, zusätzlich aus der Gesellschaft auszuschliessen und ihre Situation noch weiter zu erschweren statt ihnen eine Grundlage zur Stabilisierung ihrer Lebenssituation zu bieten. Verkehrt!

Simone Gremminger
Sozialarbeiterin
Bern

… und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen. (Präambel der Schweizerischen Bundesverfassung)

Jonas Ammann
Student Rechtswissenschaften
Meikirch

Mutloses Dienen: Kürzen und Umverteilen. Dem Kapital gefallen und die gesellschaftlichen Werte und Errungenschaften opfern. Profitgier, Raubrittertum und Egoismus zerstören die Ökologie, gefährden den Zusammenhalt und prägen zunehmend alle Lebensbereiche. Das darf doch nicht als normal hingenommen werden. Den Kindern lernen wir doch andere Werte… Schritte hin zu Gerechtigkeit und zu Teilhabe zu eröffnen, das wäre mutiges Dienen.

Hanspeter Utz
Bern

Es der Gesellschaft nur so gut geht wie den Ärmsten. Man bekämpft Armut nicht, indem man die Armen bekämpft.

Beat Haldimann
Postangestellter
Thun

Ich finde es sehr Beschämend das wir wo jetzt kaum noch wissen wie wir über die Runden kommen
nochmals Kürzungen gemacht werden. Es ist immer schon so gewesen das die Ärmstenimmer und immer wieder Kürzungen und abstriche machen müssen. Das ist absolut nicht fair und Demotivierend aber es ist der Falsche weg! So werden wir in eine Isolation der Geselschaft ausgegrenzt, lasst dies euer Gewissen dies noch zu?
Freundliche Grüsse Roger Scheidegger

Scheidegger roger
Metzger
bern

Ces réductions sont en fait des sanctions, car on part du principe qu’une personne à l’aide sociale ne s’y trouve que parce qu’elle ne fait pas suffisamment d’efforts pour en sortir… Ce postulat est choquant! Je pense notamment à toutes les personnes qui élèvent seule leurs enfants (j’en fais partie) et pour qui le moindre changement financier (perte d’emploi, problèmes de santé, etc.) peut tout faire basculer…et il ne reste alors d’autre choix que celui de l’aide sociale, système censé reposer sur un principe de solidarité!!!

Barbara Pfister
Psychologue
Bienne

Die beschlossenen Kürzungen setzen am verkehrten Ende an! Für ein solidarisches Zusammenleben wäre es wichtig, dass sich die politischen Entscheidungstragenden nicht mit den vermeintlich einfachsten Lösungen begnügen. Ich wünsche mir eine Schweiz, in der Problemlagen aktiv, nachhaltig und im Streben nach sozialer Gerechtigkeit bekämpft werden.

Tobias Kindler
Sozialarbeiter FH
Sankt Gallen

Wirtschaftsfreundlichkeit, Innovation & Unternehmertum schliessen im Fall eine würdige Sozialhilfe nicht aus, @BürgerlicherGrossrat!

Lea Kusano
Leiterin Kommunikation
Bern

weil
…“die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen“
weil
„Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind!“

Isabel Staub
Sozialarbeitende i. A.
Bern

… weil es menschenunwürdig ist!
… weil man mit so wenig Geld nicht mehr an der Gesellschaft teilhaben kann!
… weil man nicht die Schwächsten noch mehr schwächen soll!

Evelyne Nicolet
Sozialarbeiterin BSc und Pflegefachfrau HF
Altstätten SG

… weil Armut nicht weggespart werden kann!

Co-Geschäftsleiter AvenirSocial
Bern

Als Sozialhilfeempfänger wird man gerade als junger Erwachsener als arbeitscheuer Krimineller pauschalisiert. Der EFB (Erwerbsfreier Beitrag) existiert nur auf dem Papier, in der Praxis verliert man sogar 200.- pro Monat, wenn man statt zu Hause zu bleiben abreiten geht (Stadt Bern). Im übrigen beläuft sich das Budget auf etwa 900.- Wieviel verdient ein Sozialarbeiter, der keine Alternativen bieten kann ausser als IV-Lehrling WCs zu reinigen? Es ist eine Schande, das bereits 20-jährige vom Staat und der Gesellschaft aufgegeben werden.

Florian Gasser
Student
Bern

Das Leid dieser Menschen am unteren Rand siehst du erst, wenn du dich eingehend damit beschäftigen musst. Letztes Jahr starb ein Soz. Empfänger in einer meiner Wohnungen, weil er versuchen wollte, von Drogen frei zu kommen. Er dehydrierte in seiner Wohnung. Sein Wohnungsnachbar stieg über die bereits verwesete Leiche, um sich seines Fahrrades zu behändigen, ohne Meldung zu machen. Weitere Tage verstrichen, bis ich den Leichnahm fand und die Polizei informieren konnte. Siehe Bild. Bei der Wohnungsräumung fand ich dann einen Zettel auf dem stand, Gauch war immer sehr gut zu mir. Obwohl ich sonst eine sehr harte Schale habe, hat mich das doch sehr berührt. Für solche Leute braucht es einen Anreiz, Arbeitsprogramme in geschützten Werkstätten und bessere Betreuung. Geld ist genügend vorhanden, im reichsten Land der Welt.

Hans-Peter Gauch
Landwirt-Immobilienverwalter
Ittigen

Ich finde es sehr Beschämend das wir wo jetzt kaum noch wissen wie wir über die Runden kommen
nochmals Kürzungen gemacht werden. Es ist immer schon so gewesen das die Ärmstenimmer und immer wieder Kürzungen und abstriche machen müssen. Das ist absolut nicht fair und Demotivierend aber es ist der Falsche weg! So werden wir in eine Isolation der Geselschaft ausgegrenzt, lasst dies euer Gewissen dies noch zu?
Freundliche Grüsse Roger Scheidegger

Scheidegger roger
Metzger
bern

… es in einem reichen Land wie der Schweiz eine Schande ist, ignorieren zu wollen, dass sich die Stärke des Volkes am Wohl der Schwachen misst.

Micha Zeier
Soziokultureller Animator
Bern

In der Sozialhilfe wären mehr (statt weniger) Gelder nötig! Nämlich um mehr Sozialarbeitende auf einem Sozialdienst anstellen zu können, die sich mehr Zeit für ihre Klientinnen und Klienten nehmen könnten. Durch engere Begleitung wären die Erfolgschancen, sie von der Sozialhilfe abzulösen, viel grösser und entsprechend die Gesamtkosten niedriger. Diese Kürzungen würden das Gegenteil bewirken!

Lara Heliotis
Sozialarbeiterin
Bern

…handeln die beste Reklame für eine Sache ist
…wir in einem grossen Ganzen sind und Geben und Nehmen sein Gleichgewicht fordert und uns zwingt, die negativen Auswirkungen von Habgier und Verschwendung wahrzunehmen.
…es so kostbar ist, wenn jeder Mensch mit Würde behandelt wird.

Mani Matter formuliert diese wechselwirkenden Zusammenhänge so treffend:
dene wos guet geit
giengs besser
giengs dene besser
wos weniger guet geit
was aber nid geit
ohni dass’s dene
weniger guet geit
wos guet geit
drum geit weni
für dass es dene
besser geit
wos weniger guet geit
und drum geits o
dene nid besser
wos guet geit

Gabriela Müller
Bern

… weil strukturelle Risiken auf die Betroffenen abgewälzt und damit zum individuellen Problem gemacht werden! Viele Betroffene benötigen Sozialhilfe weil der Lohn nicht zum Leben reicht oder sie keine Stelle finden – das ist verkehrt!

Sarah Flury
Sozialarbeiterin
Bern

Sozialrechtliche Unterstützung ist für mich wie jener Hund, der vom Auto überfahren wurde, sein Hinterlauf klebt im Asphalt fest, er schreit, er winselt; niemand hält den Verkehr auf, im Gegenteil hoffen alle, dass ein Lastwagen das Schreien des Hundes beendet.

Gabriela Merlini
ehem. Sozialarbeiterin, längst ausgesteuert
Bern

…..“wo es nichts gibt, gibt es nichts zu kürzen!!“

…..“und weil es erniedrigend und unmenschlich ist, die Sozialhilfebezüger aus der Gesellschafft auszugrenzen. Denn genau das, wird mit den 8 % Kürzungen, im Grundbedarf geschehen.“

Maria - Theresia Hajnal
Detailhandelsfachfrau
Bern

Teil einer Gesellschaft zu sein, keine Ängste zu haben und möglichst selbstbewusst im Leben zu stehen, wünsche ich mir selbst, für meine Familie und selbstverständlich auch für alle anderen Menschen.

Sparen war noch nie eine gute Investition.

Maria Matter
Arbeitsagogin
Bern

Ich bin selber davon betroffen. Und diese Kürzungen würden die ohnehin schon schwierige Situation noch schwieriger machen.
Und ja, einmal mehr stellt sich die Frage: Wieso auf Kosten der Ärmsten zu sparen?

Renate Wildhaber
Kunstschaffende
3072 Ostermundigen

Wie es schon bei F.M. Dostojevski an verschiedenen Stellen seines Gesamtwerks heisst: „Armut ist keine Schande“ Beschämend aber ist es meines Erachtens, dass unser Wirtschaftssystem seit jahrzehnten aus ideologischen Gründen scheinbar alternativlos und viel zu selten hinterfragt als bezinstes Nullsummenspiel aufgebaut ist, und wir so als eidg. Volkswirtschaft jährlich einen dreistelligen Milliardenbetrag in CHF ausgeben, alleine um Zinsen auf die Geldvermögen der reichsten 2% natürl. Personen zu bezahlen. Dieses exponentielle Wachstum von extremen Vermögen zerstört die Wirtschaft, den Zusammenhalt aller Menschen in diesem Land als Gemeinschaft (=100%) und die bürgerlichen Politiker*innen wissen nichts besseres als Hilfesuchende und in Not geratene Menschen noch weiter zu unterdrücken und auszunutzen, sie Generalverdächtigungen auszusetzen und gegen
sie zu hetzen. Wem gehören übrigens die privaten Sozialdetekteien? Wem nützt so eine „Politik“?

Ulrich Fakhreddine
Freischaffender Künstler/Arbeitssuchender (Tätigkeit) Sozialhilfebezüger (Einkommen)
Bern und Umgebung

…ich genug davon habe, dass wir die Menschenwürde mit Füssen treten und uns vor dem Geld und vor der Angst verneigen. Weil ich weiss, was ein leeres Portemonnaie bedeutet. Weil sich Potenzial nicht unter Zwang und Existenzangst entfaltet.

Bernadette Wüthrich
Coach und Dozentin
Burgdorf

Die Kürzungen werden vor allem Familien treffen. Wenn man nur noch Fr. 3.00 täglich pro Kind für Essen aufwenden kann, ist keine ausgewogene Ernährung mehr möglich. Es kann nicht sein, die vulnerabelsten Mitglieder unserer Gesellschaft zugunsten Steuergeschenken für Reiche zu gefährden!

Rebekka
Sozialarbeiterin
Bern

Wenn Menschen, die aus Engagement für diese Gesellschaft Schiffbruch erlitten haben, von unserem Sozialsystem stigmatisiert werden, anstatt ihnen beim Wiedereinstieg zu helfen, läuft etwas verkehrt.

Stefan Wälchli
Gärtner EFZ; seit 4 Jahren Sozialhilfebezüger als Folge von Burn Out
Wynigen

… weil ich die Schnauze voll davon habe, dass landauf-landab geschützte Arbeitsplätze verschwinden und parallel dazu die Unternehmenssteuern gesenkt werden!

Niklaus Müller
Lehrer
Langnau

Weil Familien darunter leiden, welche schon so nicht wissen wie über die Runden zu kommen.

Lora Lovric
Sizialpädagogin i. A
Thun

Wenn mein Grundbedarf noch mehr gekürzt wird, welcher schon extrem knapp ist, kann ich nicht mehr aus dem Haus. Ich vereinsame noch mehr. Kleider kann ich nur im Brocki kaufen. Gesundes Essen kaufen? Ich weiss nicht ob das dann noch möglich ist. Und vieles mehr. So viele überreiche Menschen, die das Land um Milliarden von Franken hintergehen und dass alles legal. Es ist einfach nur krank unser System. Ich würde gerne arbeiten, aber leider leide ich an Cfs seit 18 Jahren und habe bis vor einem Jahr mit grossem Engagement trotzdem gearbeitet bis ich zusammengebrochen bin. Es gibt wenige Leute die das soziale System ausnutzen. Schaut euch die anderen mal genau an und ihr werdet sehen, dass diese Menschen anders leben würden, wenn sie die Möglichkeit hätten. Die Ignoranz und der Egoismus mancher Mächtigen wird auf sie zurückfallen. Aber leider wissen sie das nicht. Sonst würden sie schon Heute ihr Arsch retten wollen. Ich bin wütend.

Simone van Rijn
Behindertenbetreuerin
2716 Sornetan

Eine ,,christliche Gesellschaft“, welche bei den Ärmsten, Schwachen und Bedürftigen spart, hat nach meiner Auffassung von Glaube und Christentum etwas ,,verkehrt“ verstanden.

Sebastian Rüthy
Student Theologie und Gemeindeanimation
Steffisburg

…weil ich nicht in einem unsolidarischen Kanton leben möchte, der bei den Schwächsten spart.

Edith Siegenthaler
Leiterin Geschäftsstelle EFS, Historikerin
Bern

Die Grenze ist erreicht, es erträgt keine weiteren Kürzungen des Grundbedarfs mehr. Die Gesundheit der betroffenen Menschen ist gefährdet, die Grundrechte nicht mehr eingehalten.

Ursula Marti
Grossrätin SP
Bern

Ein Blick über die Grenze nach Deutschland zeigt was passiert wenn die Sozialhilfe auf ein Minimum gekürzt wird….

Daria Bueschi
Vollzugsverantwortliche EM
Bern

Die SKOS-Richtlinien für Sozialhilfe sind knapp bemessen und es gibt keinen Spielraum nach unten, um ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Kürzung des Grundbedarfs für den Lebensunterhalt ist verantwortungslos und politisch fahrlässig. Die Folgen solch massiver Kürzungen in zentralen Lebensbereichen wird über einen anderen Weg die Gesellschaft treffen.

Hasim Sancar
Dipl. Sozialarbeiter und Grossrat Grüne
Bern

Eine Kürzung sollte nur unter Umständen als Sanktion ausgesprochen werden der wirt. Sozialhilfe. Der Betrag für den Lebensunterhalt entspricht schon einem Betrag an der unteren Limite. Fällt er noch tiefer aus, hemmt dies die soziale Integration, was wiederum den Weg zurück in die Selbständigkeit erschwert.

Mona Debrunner
Soziale arbeit
Zürich

Das Leid dieser Menschen am unteren Rand siehst du erst, wenn du dich eingehend damit beschäftigen musst. Letztes Jahr starb ein Soz. Empfänger in einer meiner Wohnungen, weil er versuchen wollte, von Drogen frei zu kommen. Er dehydrierte in seiner Wohnung. Sein Wohnungsnachbar stieg über die bereits verwesete Leiche, um sich seines Fahrrades zu behändigen, ohne Meldung zu machen. Weitere Tage verstrichen, bis ich den Leichnahm fand und die Polizei informieren konnte. Siehe Bild. Bei der Wohnungsräumung fand ich dann einen Zettel auf dem stand, Gauch war immer sehr gut zu mir. Obwohl ich sonst eine sehr harte Schale habe, hat mich das doch sehr berührt. Für solche Leute braucht es einen Anreiz, Arbeitsprogramme in geschützten Werkstätten und bessere Betreuung. Geld ist genügend vorhanden, im reichsten Land der Welt.

Hans-Peter Gauch
Landwirt-Immobilienverwalter
Ittigen

… man mit sfr. 3.80 pro Tag nicht genug essen, sich mit 90 Rappen pro Tag nicht anständig kleiden und mit 45 Rappen pro Tag nicht Bus fahren kann. So machen die Bürgerlichen (arme) Menschen krank!

Christian Roth
Sozialarbeiter FH
Liebefeld

Weil an Orten gespart wird, wo es unter dem Strich teurer für alle kommt. Nur im besagten Kässeli eine bessere Bilanz herrscht. Z.B. Spitex!

Mario Rothacher
Informatiker
Thierachern

Armut lässt sich nicht wegsparen.